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Streetwear für Nachwuchslabels

November 16th, 2009 von admin

Jeder Mensch, der sich lebendig und der Welt zugewandt entwickelt, prägt für sich einen Kleidungstil, der dem jeweiligen Anlass, den es zu bedienen gilt entsprechend variiert. Was wir, die jungen Urbanen, auf der Straße tragen, wird seit Jahren auch als Streetwear bezeichnet, und ist dabei der Inbegriff der städtischen Independent-Fashion Szene. Der urbane Alltagist von dieser Mode der so genannten Streetwear der Unabhängigen geprägt. Einerseits ist Streetwear losgelöst von jeglichen Modediktaten, anderseits kennzeichnet Streetwear auch zwangszugehörig zu einer Klasse, die mangels Masse nicht saisonbedingt den Kleiderschrank neu strukturieren kann; waskein Handcap sein muss. Denn so müssen sich die meisten oft jungen Menschen durch Phantasie und günstigere Ware Kombinationen überlegen, die ihren optischen und Image-Ansprüchen genügt, sie erfinden sich quasi ihreStreetwear als Paralleluniversum.

Die Mode der jungen Urabanen gehört zu einemGenre, dessen modischer Ausdruck verkanntermaßen jenseits von kurzfristigen Stilvorgaben agiert. Ohne Rezept fürcoole Straßenbekleidung, schaffen es Herrscharen einfach ausgestatteter junger Leute mit Streetwear , ihren Alltagsaktivitäten entsprechend, mehr oder weniger bequeme, optisch attraktive Kleidungsstücke zu kombinieren, die ihnen Persönlichkeit undUnverletzlichkeit verschaffen sollen. Streetwear ist immer auch die Reflexion einer inneren Einstellung, wobei die punktuellen Parallelen der Streetwear zur angebotenen Mode des Mainstreams echte Transmitter für diese Einstellung darstellen.

Glücklicherweise ist dabei nebensächlich, ob man bei Streetwear nun von Kopf bis Fuß die angesagtesten Markenklamotten trägt, oder lediglich konnotativ auf diese verweist, oder über Second-hand-Klamotten den direkten Anschluss an den pekunären Vorsprung aufzuholen versucht. Bei Streetwear entscheiden die jungen Leute aus der Szene letztlich, was als tragbar angesehen wird, und was nicht. Eben auch, was bei Streetwear cool oder uncool ist. Inzwischen ist eine ganze Industrie den Leuten auf der Straße und ihrer Streetwear auf den Fersen, um auf den Markt blickend zu prognostizieren, was produziert werden soll. Doch ebenso streben parallel zum Mainstream junge unabhängige Nachwuchs Labels aus aller Welt auf den Markt. Hoffnungsvolle junge Kreative, die den Zeitgeist quasi von der Straße ablesen, und dadurch die Streetwear salonfähig machen.

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