Einkaufswahnsinn

Gerade war ich unterwegs zum Weihnachtseinkauf und habe mich neben Tausend anderen durch die Einkaufspassagen der Innenstadt gedrängt. An jedem Verkaufsständer bildeten sich wahre Menschentrauben und kein Produkt blieb unbeachtet.
Während ich zunächst lächelnd am größten Chaos vorbei lief, das sich bei dem Verkaufsständer für Schmuck gebildet hatte, fiel mir wenige Minuten später ein, dass ich noch kein Geschenk für meine Patentante besorgt hatte. Für sie wollte ich nach einer modischen Kette schauen und deshalb führte mich mein Weg noch einmal zurück.
Im Grunde finde ich es ja gut, dass man viele der Verkaufsständer drehen kann, aber im Weihnachtsstress ist dies dann doch eher hinderlich.
Es standen außer mir nämlich fünf weitere Menschen um einen Verkaufsständer herum und alle wollen sich etwas anderes ansehen. Da wurde nach links gedreht, dann wieder nach rechts und dann fiel demjenigen auf der gegenüberliegenden Seite ein, dass er ja noch gar nicht alles zu Gesicht bekommen hat und vollführte mit dem Verkaufsständer eine neunzig Grad Drehung. Es ist unmöglich was für ein Gehabe die Leute in solchen Situationen an den Tag legen. Keiner will nachgeben, da ihm ja ein anderer das letzte begehrte Stück vor der Nase wegschnappen könnte.
Im nächsten Jahr werde ich die Gaben schon im Herbst besorgen, soviel sei gewiss!

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